Hausapotheke der Phytotherapie

Nachfolgend ist eine Vielzahl von Heilpflanzen und ihre Wirkung aufgeführt, die bei leichteren Beschwerden im Rahmen einer Hausapotheke bei Katzen angewendet werden können.

Bitte ziehen Sie unbedingt einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu Rate, wenn sich die Beschwerden nicht nach kuerzer Zeit bessern oder sogar schlimmer werden. Wenn Sie in der Anwendung von Heilpflanzen bei Ihrer Katze unsicher sind, sollten Sie sich bei einem Phytotherapeuten oder einem Tierheilpraktiker Rat holen. Gerne stehe auch Ihnen beratend zur Seite.

Arnika - Arnica montana

Von der Arnika werden die Blüten und Wurzeln verwendet.

Arnika enthält unter anderem ätherische Öle, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Kieselsäuren.

Anwendungsgebiete der Arnika sind Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Zerrungen, Blutergüsse, Insektenstiche, entzündliche, schlecht heilende Wunden, rheumatische und arthritische Gelenkbeschwerden.

Arnika wird als Tinktur ausschließlich äußerlich angewendet und darf nicht auf frische, offene Wunden gegeben werden.


Augentrost - Euphrasia officinalis

Vom Augentrost werden die Blüten und das blühende Kraut verwendet.

Euphrasia enthält unter anderem ätherische Öle, Glykoside, Flavonoide, Carbonsäuren, Gerbstoffe und Bitterstoffe.

Augentrost kann innerlich zur Appetitanregung, zur Kräftigung geschwächter Katzen mit häufigen  Infekten und bei leichten Magenbeschwerden zur Verdauungsförderung angewendet werden. Äußerlich kann Augentrost als Auflage, Spülung oder Augentropfen bei sämtlichen Beschwerden am Auge angewendet werden.


Beinwell - Symphytum officinale

Vom Beinwell werden die Wurzeln und Blätter verwendet.

Inhaltsstoffe des Beinwells sind unter anderem Alantoin, Kieselsäure, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Alkaloide, ätherische Öle und Flavonoide.

Beinwell kann äußerlich bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen, zur unterstützendne Heilung bei Knochenbrüchen, bei Gelenkbeschwerden, arthritischen und rheumatischen Beschwerden, bei Operatiosnwunden, Hämatomen und geschlossenen, entzündeten Wunden als Umschlag mit Tee, Tinktur oder Salbe angewendet werden.

Achtung! Gegen Beinwell können Katzen allergisch sein. Beinwell darf nicht in offene Wunden gelangen.


Birke - Betula pendula

Von der Birke werden die Blätter, die Knospen und der Pflanzenpresssaft verwendet.

Inhaltsstoffe der Birke sind unter anderem ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Flavonoide, Harze und Vitamine.

Birke kann innerlich bei Harnwegsbeschwerden, als Durchspülungskur der Nieren, bei Harngries, Nierenschwäche und bei rheumatischen Erkrankungen, Gelenkbeschwerden und Gicht eingesetzt werden. Äußerlich kann Birke bei schlecht heilenden wunden, bei juckenden Ekzemen und bei Pilzerkrankungen angewendet werden.

Bei der innerlichen Anwendung wird ein Tee bereitet. Wegen der hohen Gehalte an ätherischen Ölen sollte der Tee für Katzen aus dem getrockneten Kraut zubereitet und nur in halber Dosierung gegeben werden.


Brennessel - Urtica dioica und U. urens

Von der Brennessel wird das Kraut der gesamten Pflanze, die Samen und die Wurzel verwendet.

Die Brennessel enthält unter anderem Kieselsäure und Chlorohyll sowie viele Mineralstoffe und Vitamine.

Innerlich wird Brennessel zur Aktivierung des Stoffwechsels, als Frühjahrskur zur Entgiftung, bei rheumatischen Beschwerden (Herbstkur), zur Stärkung des Immunsystems, zur Entwässerung und Entgiftung, bei Appetitmangel, bei arthritischen und rheumatischen Beschwerden, bei Harnwegsinfektionen, zur Regulierung des MAgen-Darm-Traktes bei Durchfall und zur Unterstützung der Buchspeicheldrüse angewendet. Äußerlich kann die Brennessel als Umschlag oder Kompresse bei Ekzemen, Haarausfall, allergischen Hautausschlägen, bei Flohbissen und bei schlecht heilender Haut eingesetzt werden.

Achtung: Leidet die Katze an Ödemen, darf die Brennessel nicht innerlich angewendet werden. Trächtigen Katzen darf Brennessel nicht verabreicht werden, da sie Fehlgeburten auslösen kann.


Eibisch - Althaea officinalis

Vom Eibisch werden Wurzeln, Blätter und Blüten verwendet.

Der Eibisch enthält vor allem Schleimstoffe.

Eibisch kann innerlich bei Entzündungen der Schleimhäute, bei akuterund chronischer Bronchitis und bei Atemwegserkrankungen mit trockenem Husten, bei asthmatischen Beschwerden, bei Magen-Darm-Entzündungen, bei bakteriellen Nierenerkrankungen, bei Schleimhauterkrankungen an Blase und Niere, bei Problemen mit dem Urinabsatz und zur Stärkung des Immunsystems angewendet werden. Äußerlich kann Eibisch als Umschlag bei Abzessen, Hautentzündungen, Bissen, kleineren Wunden und Insektenstichen und bei Geschwüren angewendet werden.


Gänseblümchen - Bellis perennis

Vom Gänseblümchen werden die Blüten und Blätter verwendet.

Gänseblümchen enthalten Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Schleimstoffe und Inulin.

Innerlich kann das frische oder getrocknete Kraut oder ein Tee bei Appetitlosigkeit, Atemwegsinfekten, zur Entgiftung bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Ödemen, bei rheumatischen Erkrankungen und zur Anregung des Stoffwechsels als Frühjahrskur gegeben werden.


Goldrute - Solidago

Von der Goldrute wird das blühende Kraut verwendet.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Goldrute sind Flavonoide, Saponine, Bitterstoffe, Inulin, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Innerlich kann das Kraut oder der Tee der Goldrute vor allem bei akuten und chronischen Nieren- und Blasenerkrankungen, bei Harnwegsinfektionen, bei rheumatischen Erkrankungen, bei Blähungen und Durchfall und als Kur zur Vorbeugung von Nierenerkrankungen angewendet werden. Äußerlich kann die Goldrute als Umschlag oder Kompresse bei Insektenstichen und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt werden.

Achtung! Bei Ödemen darf die Goldrute innerlich nicht angewendet werden.


Heidelbeere - Vaccinium myrtillus

Von der Heidelbeere werden die Blätter und Früchte verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe der Heidelbeere sind Gerbstoffe, Flavonoide, Pektine, Glykoside und Anthocyane.

Innerlich kann die Heidelbeere als Kraut oder Tee bei Durchfallerkrankungen, Blähungen, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, zur Unterstützung bei Diabetes, zur Unterstützung der Durchblutung, bei Harnwegsentzündungen und bei rheumatischen Gelenkbeschwerden angewendet werden. Äußerlich kann die Heidelbeere als Umschlag bei juckenden Hauterkrankungen, Ekzemen und Geschwüren angewendet werden.


Hirtentäschel - Capsella bursa-pastoris

Vom Hirtentäschel wird das gesamte Kraut verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Senfglykoside, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, ähterische Öle und Cholin.

Hirtentäschel wird als Kraut oder Tee innerlich bei Blutungen angewendet.

Äußerlich kann Hirtentäschel als Umschlag bei Hautentzündungen, Verletzungen, schlecht heilenden Wunden, Ekzemen und Abzessen angewendet werden.

Achtung: Bei längerer Anwendung und zu hoher Dosierung kann Hirtentäschel toxisch wirken und sollte deshal nur im Akutfall für kurze Zeit angewandt werden. Hirtentäschel darf nicht während der Trächtigkeit angewendet werden.


Holunder - Sambucus nigra

Vom Holunder werden die Blüten und Beeren verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe des Holunders sind Flavonoide und ätherische Öle.

Innerlich kann Holunder als Tee bei Erkältungskrankheiten, bei Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Verstopfung, zur Anregung von Galle und Leber, bei Nieren- und Blasenerkrankungen, bei rheumatischen Beschwerden und zur Anregung des Stoffwechsels bei älteren Katzen angewendet werden. Äußerlich kann Holunder als Kompresse bei Ekzemen und zur unterstützenden Heilung bei leichten Verbrennungen angewendet werden.

Holunder darf bei Fieber keinesfalls als schweißtreibendes Mittel eingesetzt werden!


Hundsrose- Rosa canina

Von der Hundsrose werden die Früchte verwendet - die bekannten Hagebutten.

Hagebutten enthalten unter anderem viel Vitamin C, Flavonoide, Gerbstoffe, Fruchtsäuren und Pektine.

Hagebutten können innerlich als Fruchtmus, als getrocknete, zerkleinerte Früchte oder als Tee zur Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungsbeschwerden, zur Unterstützung der Genesung, bei Fieber, zur Harnregulierung und bei arthritischenund rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Achtung! Eine Überdosierung kann zu Durchfall führen!


Johanniskraut - Hypericum perforatum

Vom Johanniskraut werden die Blüten und das blühende Kraut verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe sind das Hypericin, Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, Harze und weiter sekundäre Pflanzenstoffe.

Johanniskraut darf nur äußerlich (am Besten als Kräuteröl) bei Ohrenentzündugnen, Ohrmilben, bei rheumatischen Erkrankungen, stumpfen Verletzungen, zur Wundheilung bei Wunden, Ekzemen oder NArben und bei leichten Verbrennungen angewendet werden.

Achtung! Während des Zeitraums der Behandlung die Katze nicht der Sonne aussetzen, da der Wirkstoff Hypericin in Verbindung mit UV-Licht zu Allergien führen kann!


Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum

Von der schwarzen Johannisbeere werden die Blätter, Knospen und Früchte verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffeder Johannisbeere sind Flavonoide, Fruchtsäuren, Pektin, Gerbstoffe und ätherische Öle.

Innerlich kann die schwarze Johannisbeere als Tee bei Blasen- und Nierenentzündugnen, zur Entgiftung nach Antibiotikagabe, zur Vorbeugung von Nierenerkrankungen, zur Stimulation des Immunsystems bei Erkältungen, zur Anregung des Stoffwechsels, zur Stärkugn des Herzens bei älteren Katzen, bei Durchfällen und MAgen-Darm-Erkrankugnen, bei Rheuma, bei juckenden Hauterkrankungen ohne nachweisbare Erreger, bei allergischem Asthma, bei Allergien, die sich durch Atemwegsbeschwerden oder Hautreaktionen äußern angewendet werden. Äußerlich kann die schwarze Johannisbeere als Kompresse bei Insektenstichen und zur Wundbehandlung angewendet werden.

Achtung! Die Schwarze Johannisbeere nicht bei Ödemen anwenden!


Kamille - Matricaria recutita

Von der echten Kamille werden die Blüten verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe der Kamille sind ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Kumarin und Schleimstoffe.

Innerhlich kann die Kamille als Tee bei entzündlichen und krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung, entzündlichen Atemwegserkrankungen, bei Harnwegsentzündung, bei bakteriellen Infektionen mit Staphylokokken und Streptokokken angewendet werden. Bei Atemwegsbeschwerden kann auch mit Kamillentee inhaliert werden. Äußerlich kann die Kamille als Kompresse bei Abzessen, Ekzemen und bei entzündlichen Wunden angewendet werden.

Achtung! Nie mit Kamille die Augen ausreiben! Kamille wirkt austrocknend und die feinen Blütenhärchen reizen die Bindehäute.

Kamille nicht bei trächtigen Katzen anwenden.! Nicht während einer homöopathischen Behandlung anwenden!


Katzenkralle - Uncaria tomentosa

Von der Katzenkralle werden die Wurzeln und die Rinde verwendet.

Hauptinhaltsstoffe der Katzenkralle sind Alkaloide, Glykoside, Flavonoide, Terpenoide und Pflanzensterine.

Die Katzenkralle besitzt besonders starke immununterstützende und tumorhemmende Eigenschaften. Sie wird innerlich als Pulver (maximale Tagesdosis 0,2 g - nicht überdosieren!) zur Stärkung des Immunsystems, zur Unterstützung der weißen Blutkörperchen, bei Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Gastritis, bei bakteriellen, viralen Infekten oder Pilzerkrankungen, zur Schmerztherapie bei arthritischen Beschwerden, bei talgigen Hautkrankheiten, zur Regulierung des Blutdrucks, bei Tumorerkrankungen an Lunge, Darm oder Gesäuge und bei Katzenleukämie angewendet.

Achtung! In den ersten TAgen kann der Urin verfärbt sein und einen stark ätzenden Geruch aufweisen. Dies ist auf Entgiftungsvorgänge zurückzuführen.

Katzenkralle nicht länger als 4 - 6 Wochen anwenden!


Linde -  Tilia cordata, T. platyphyllos

Von der Linde werden die Blüten verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe der Linde sind Schleimstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Terpene, und Flavonolglykoside.

Die Linde kann innerlich als Tee in geringer Dosierung (maximal 1 TL täglich) bei Atemwegsinfektionen, trockenem Husten, Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und zur Stärkung des Immunsystems angewendet werden.

Achtung! Aufgrund der hohen Gehalte an ätherischen Ölen mit Bedacht dosieren. Nicht längerfristig anwenden, da ansonsten die Nieren geschädigt werden können.


Löwenzahn - Taraxacum officinale

Vom Löwenzahn werden Blätter, Blüten und Wurzeln verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Kumarin, Flavone, Saponine, Cholin, Inulin und Kieselsäure.

Der Löwenzahn kann innerlich als Kraut (maximal 0,5 - 1,0 g täglich) oder als Tee (maximal 1 TL täglich) bei Appetitlosigkeit, bei krampfhaften Magen-Darm-Beschwerden, bei Galle- und Lebererkrankungen, bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, bei Diabetes, bei Harnwegs- und Nierenerkrankungen, zur Vorbeugung vor Ödemen, bei rheumatischen und arthritischen Beschwerden, zur Stärkung des Immunsystems und bei Hauterkrankungen angewendet werden.

Die Anwendung bietet sich auch als Frühjahrskur an.

Achtung: Löwenzahn darf nicht bei Verschlussder Gallenwege, bei Darmverschluss und bei Magen-Darm-Geschwüren angewendet werden.


Mariendistel - Silybum marianum

Von der Mariendistel werden die pulverisierten Samen oder ein Extrakt daraus verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Flavone (insbesondere Silymarin), Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe, Harze, Flavonoide und weitere sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Mariendistel kann innerlich als Pulver oder Extrakt als Leberkur (maximal 100 mg / Tag) für eine Dauer von etwa 6 bis 8 Wochen angewendet werden. Anwendungsgebiete der Mariendistel sind akute und chronische Lebererkrankungen, Gallenbeschwerden, Leberbelastungen z.B. durch Medikamente oder Vergiftungen und zur Unterstützung der Leber bei Giardienbefall.


Melisse - Melissa officinalis

Von der Melisse wird das Kraut verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harze, Schleim, Glykoside und Saponine und weitere sekundäre Pflanzenstoffe.

Es können entweder die frischen Blätter oder ein Tee aus dem Melissenkraut bei Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Magenkrämpfen, Blähungen, Gallenbeschwerden, leichten Atemwegsinfekten, Unruhezuständen z.B. während der Rolligkeit oder bei ä#lteren Tieren mit Herzschwäche angewendet werden.


Ringelblume - Calendula officinalis

Von der Ringelblume werden die Blüten verwendet.

Diese sind reich an ätherischen Ölen, Terpenen, Saponine, Glykoside, Flavonoide, Bitterstoffe, Karotinoide und viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Ringelblume wird äußerlich z.B. als Tinktur oder besser noch als Ringelblumensalbe oder als Umschlag oder Spülung bei vielen Wunden, z.B. schlecht heilenden Wunden, eiternden und entzündeten Wunden, Wunden mit Narbenbildung, bei Abzessen und übelriechenden eitrigen Geschwüren, bei Blutergüssen, Ekzemen, Gelenkbeschwerden und entzündeten Ohren eingesetzt werden.


Schafgarbe - Achillea millefolium

Von der Schafgarbe werden die Blüten und das blühende Kraut verwendet.

Die Schafgarbe enthält hauptsächlich ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Mineralstoffe (vor allem Kalium und Magnesium) und keimtötende Inhaltsstoffe.

Die Schafgarbe wird innerlich z.B. als Kraut oder Tee (maximal täglich 1 TL Tee oder 0,2-0,5 g pulverisiertes Kraut) bei Magen- und Darmentzündungen, Verstopfung oder Durchfall, Gallenkoliken, unzureichende Produktion von Magensaft oder Gallenflüssigkeit, bei Blähungen oder krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden, bei inneren Blutungen oder Blut- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Äußerlich wird die Schafgarbe bei akuten blutenden Verletzungen (unbedingt zum Tierarzt!), Ekzemen und schuppiger Haut angewendet.

Nicht bei trächtigen Katzen oder Katzen mit Magen-Darm-Geschwüren anwenden! Nicht über einen längeren Zeitraum anwenden!


Sonnenhut - Echinacea purpurea

Vom Sonnehut wird ein Presssaft aus dem Wurzelstock bzw. die gesamte Pflanze verwendet.

Wichtige Inhaltstoffe sind besondere Wirkstoffe, die vor allem in Sonnunhutarten vorkommen wie Alkamide, bestimmte Plysaccharide, Kaffeesäurederivate, ätherische Öle, Echinolon, Echinacosid und Pflanzeharze.

Der Sonnenhut wird innerlich als Wurzelpulver oder Wurzelpresssaft (max 2 ml Presssaft oder 0,15 g Wurzelpulver täglich bei ausgewachsenen Katzen) zur Steigerung der körpereigenen Abwehr und zur Regulierung des Immunsystems, bei unterentwickelten, schwächlichen Jungtieren, zur Unterstützung der Heilung nach schweren Krankheiten oder Operationen, bei Atemwegsinfektionen, bei Harnwegsinfekten un dzur Vorbeugung in der kalten Jahreszeit angewendet.

Echinacea wird äußerlich als Salbe oder Umschlag aus Tee oder verdünnter Tinktur bei Hautinfektionen zur Wundbehandlung bei Abzessen, schlecht heilenden Wunden, eitrigen Wunden, leichten Verbrennungen und auch bei Herpes angewendet werden.

Echinacea darf nicht bei Erkrankungen mit hohem Fieber und nicht bei Autoimmunerkrankungen angewendet werden. Der Sonnenhut darf nicht überdosiert werden! Der Sonnenhut darf nicht dauerhaft angewendet werden, da er sonst die körpereigene Immunabwehr schwächt!


Spitzwegerich - Plantago lanceolata

Vom Spitzwegerich wird das gesamte Kraut, vor allem die Blätter angewendet.

Der Spitzwegerich enthält vor allem Schleimstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure und das antibiotisch wirkende Glykosid Aucubin sowie Mineralstoffe.

Der Spitzwegerich wird innerlich als Tee oder Pulver bei Husten- und Bronchialbeschwerden mit Schleimbildung, trockenem Husten, Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung zur Virenabwehr eingesetzt. Weitere innerliche Anwendungsgebiete sind Magen-Darm-Infekte, Blähungen, Krämpfe, Durchfall sowie Nieren- und Blasenerkrankungen. Äußerlich wird der Spitzwegerich als Spülung oder Umschlag bei Blutergüssen, Ekzemen, Furunkeln, Schürf- oder Kratzwunden, Insektenstichen (ein zerquetschtes Blatt auftupfen) und leichten Verbrennungen angewendet.

Der Breitwegerich Plantago major kann ähnlich wie der Spitzwegerich angewendet werden.


Stiefmütterchen - Viola tricolor

Vom wilden Stiefmütterchen (nicht das Gartenstiefmütterchen) wird das gesamte Kraut verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffe des Stiefmütterchens sind Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Peptide, Flavonoide, Karotinoide, Polysaccharide undgeringe Mengen Salicylsäure.

Das Stiefmütterchen wird äußerlich als Umschlag aus Tee bei sämtlichen Hauterkrankungen wie allergischen Beschwerden mit Juckreiz, weiter Hauterkrankungenmit Juckreiz, schuppiger Haut, Ekzemen, Gechwüren, Verbrennungen und Wunden angewendet.


Weißdorn - Crataegus monogyna,  C. laevigata

Vom Weißdorn werden die Blüten, Blätter und Früchte verwendet.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Weißdorns sind OPC, Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Triterpene, Crataegussäure und verschieden Mineralsalze.

Der Weißdorn wird innerlich als pulverisiertes Kraut oder als Presssaft vor allem bei Herzkrankheiten wie Herzschwäche, Herzstörungen, Herzmuskelerkrankungen, Altersherz, Herzinsiúffizienz, Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Kurzatmigkeit, Wassereinlagerungen, Arteriosklerose und zur Erhöhung der Lebensqualität sowie zur vorbeugenden Herzstärkung bei älteren Katzen angewendet.

Achtung! Bei zu hoher Dosierung kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen!