Auswahl der passenden Blütenessenzen

© Doreen Fiedler
© Doreen Fiedler

Grundsätzlich können für Katzen die passenden Bachblüten genauso ausgewählt werden wie für den Menschen. Jedoch gibt es dennoch einen kleinen allerdings sehr entscheidenden Unterschied - man kann eine Katze schlecht fragen, wie sie sich fühlt, daher ist man bei Katzen und generell bei Tieren sehr stark auf seine Beobachtungsgabe und zuweilen auch auf sein gutes Gespür, seine Intuition und sein Gefühl angewiesen.

 

Am geläufigsten ist die Auswahl nach den Blütenbeschreibungen. Man liest sich die Beschreibungen der einzelnen Bachblüten genau durch und wenn man seine Katze in der Beschreibung des negativen Seelenzustandes wiederfindet, hat man das passende Mittel gefunden.

Wichtig ist, dass man sich auf das aktuelle bestehende Problem und die aktuell akute Disharmonie konzentriert und hiernach die passenden Blütenmittel auswählt. Wichtig ist weiterhin, dass man die Blütenessenzen tatsächlich nach dem negativen Seelenzustand auswählt und nicht nach dem positiven Seelenzustand, also nach der Beschreibung, was die Blüte bewirken soll. Nur zu schnell wählt man im letzteren Fall nämlich jene Blüten aus, welche die "ideale Wunschkatze" beschreiben. Die Blütenbilder passen jedoch in aller Regel nicht zum eigentlich Wesen der Katze und man wählt häufig unpassende Blüten aus.

 

Häufig wird zur Erstauswahl ein Fragebogen herangezogen. Solch ein Fragebogen besteht in der Regel aus mindestens 38 oder 39 Fragen, passend zu den 38 Bachblüten und der Rescue Remedy. Beantwortet man eine Frage mit "Ja", ist dies der Hinweis auf die passende Bachblüte. Bei der Benutzung eines Fragebogens ist es jedoch empfehlenswert, die Blütenbeschreibungen aller mit "Ja" beantworteten Fragen noch einmal zu Rate zu ziehen und nur jene Blüten zu verwenden, die auch tatsächlich zum aktuellen Problem und zum Wesen der Katze passen.

 

Auf ähnliche Weise arbeitet ein Repertorium. Ein Repertorium ist ein Stichwortverzeichnis verschiedenster Störungen mit der Zuordnung möglicher in Frage kommender Bachblüten. Auch bei der Nutzung eines Repertoriums sollte man anschließend die Blütenbeschreibungen genauestens durchlesen und nur jene Blüten zur Anwendung auswählen, die tatsächlich aktuell zur Katze passen.

 

Von vielen Therapeuten werden auch andere Methoden zur Auswahl der passenden Blütenmittel angewandt, z.B. kinesiologische Muskeltests, die Verwendung von Biotensor-Verfahren oder das Auspendeln der passenden Bachblüten. Auf diese Verfahren soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden, da hierzu ausreichende Kenntnisse und ggf. Ausbildungen in der Anwendung der jeweiligen Methoden vonnöten sind.

 

Wird eine falsche Bachblüte ausgewählt, ist dies nicht schlimm, denn eine falsch ausgewählte Bachblüte schadet nicht. Es ist einfach eine Blüte, deren zugeordneter Seelenzustand nicht harmonisiert werden muss - in Bezug auf diese Blüte tritt einfach gar keine Wirkung ein.

 

Häufig wird man nicht nur eine Blüte auswählen sondern mehrere, da die Probleme und seelischen Disbalancen häufig vielschichtig sind.

Über die Anzahl der maximal gleichzeitig möglichen Bachblüten gibt es unterschiedliche Auffassungen.

Die Faustregel besagt: Je weniger Blüten gleichzeitig angewendet werden, desto besser, da hierbei die feinstofflichen Informationen von der Katze besser aufgenommen werden können.

Manche Therapeuten sind der Meinung, dass nicht mehr als 3 Blüten gleichzeitig angewendet werden können.

Andere Therapeuten orientieren sich an der von Bach selbst entwickelten Rescue-Mischung, die aus 5 Einzelblüten besteht und nehmen deshalb 5 Blüten als Maximum für eine zeitgleiche Anwendung an.

Wieder andere Therapeuten verwenden sogar bis zu 12 Blüten gleichzeitig.

Ich persönlich versuche mich an der von Bach vorgegebenen Anzahl von 5 Blüten zu orientieren, halte es aber durchaus für möglich, bis zu 7 oder 8 Blüten gleichzeitig anzuwenden. Mehr sollten es meiner Meinung nach möglichst nicht sein, da bei der Anwendung von zu vielen Blüten gleichzeitig die feinstofflichen Informationen aus den Blütenmitteln nicht mehr ungestört von der Katze aufgenommen werden können.